Episode 24: Passion or Profit? Inside Football's Billion-Dollar Machine (Deutsche Version)
Show notes
Gast: Hendrik Schiphorst, Geschäftsführer SPORTFIVE Deutschland, Vizepräsident VSA Host: Prof. Dr. Mike Friedrichsen, Co-President, German University of Digital Science Zum ersten Mal widmet sich From Campus to Cyber der Welt des Sportbusiness. Seit mehr als 25 Jahren prägt Hendrik Schiphorst das Fußballmarketing – von der Tätigkeit beim 1. FC Nürnberg über den Hamburger SV und Bayer 04 Leverkusen bis hin zu seiner heutigen Rolle als Geschäftsführer von SPORTFIVE Deutschland, einem der weltweit führenden Vermarkter von Sportrechten (über 60 europäische Clubs, mehr als 1.200 Mitarbeitende und ein Jahresumsatz von über einer Milliarde US-Dollar). Themen dieser Episode: Wie ein globaler Sportrechtevermarkter tatsächlich arbeitet Digitalisierung im Fußball: Fan-Daten, OTT-Streaming und das neue Stadionerlebnis Frauenfußball: Marktkorrektur oder eigenständiges Ökosystem? Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 mit 48 Teams und drei Gastgeberländern – Chance oder Belastung? Wohin sich der Wert von Sponsoring entwickelt – und wo die Grenzen der Kommerzialisierung liegen Welche digitalen Kompetenzen die Sportbranche von der nächsten Generation erwartet Welchen Beitrag Hochschulen wie die German University of Digital Science leisten können
Show transcript
Mike Friedrichsen: Okay, willkommen zu unserem nächsten Podcast Campus to Cyber,
Mike Friedrichsen: mittlerweile schon die 24. Episode.
Mike Friedrichsen: Wir versuchen in unserem Podcast ja ständig auch gesellschaftliche Themen aufzugreifen,
Mike Friedrichsen: die vielleicht auch ein bisschen rausgehen aus dem, was wir an der Universität machen.
Mike Friedrichsen: Und heute bin ich sehr, sehr froh, dass ich einen tollen Gesprächsgast habe
Mike Friedrichsen: mit Hendrik Schiphorst, wo wir uns,
Mike Friedrichsen: natürlich auch über die Digitalisierung allgemein unterhalten,
Mike Friedrichsen: Aber eben, und das ist ja auch bekannt, dass ich persönlich ein großer Fußballfan
Mike Friedrichsen: bin, über das Thema, das alle bewegt.
Mike Friedrichsen: Und ich bin sehr dankbar, dass Herr Schiphorst heute Zeit gefunden hat.
Mike Friedrichsen: Eigentlich noch nicht ganz am Ende der Weltmeisterschaft, die uns gerade alle bewegt hat.
Mike Friedrichsen: Aber das lässt sich ja vielleicht so als Aufhänger ganz gut nehmen,
Mike Friedrichsen: um das ein oder andere Thema zu behandeln. Also herzlich willkommen, Herr Schiphorst.
Mike Friedrichsen: Und ich neige immer dazu, bevor ich Sie in den höchsten Tonen lobe,
Mike Friedrichsen: was Sie alles gemacht haben und was Sie alles bewegen, dass vielleicht Sie eine
Mike Friedrichsen: ganz kurze Introduction geben.
Mike Friedrichsen: Was machen Sie? Was ist Ihre Herkunft? Und warum sind Sie dem Fußball so eng verbunden?
Hendrik Schiphorst: Das mache ich gern. Vielen Dank für die Einladung, Herr Professor Friedrichsen.
Hendrik Schiphorst: Hendrik Schipphorst ist mein Name. Ich bin 52 Jahre alt.
Hendrik Schiphorst: Ich bin verheiratet, lebe in Hamburg, habe zwei Kinder, zwei Mädels und bin seit 1998 bei Sport5.
Hendrik Schiphorst: Ich habe meine Sport5-Karriere begonnen beim 1. FC Nürnberg.
Hendrik Schiphorst: Ich habe zehn Jahre dieser langen Zeit bei unseren Vermarktungsteams gearbeitet
Hendrik Schiphorst: in Nürnberg und beim HSV.
Hendrik Schiphorst: Und bin seit jetzt 18 Jahren in der Hamburger Zentrale, wo wir all unser Geschäft
Hendrik Schiphorst: sowohl national als auch international steuern und bin jetzt seit sechs Jahren,
Hendrik Schiphorst: Geschäftsführer dieses wunderbaren Unternehmens.
Hendrik Schiphorst: Und vielleicht, weil es ein ganz interessanter Side-Fact vielleicht ist,
Hendrik Schiphorst: Obwohl es kein Familienunternehmen ist, war mein Vater der erste Geschäftsführer,
Hendrik Schiphorst: der damals noch Ufers Film- und Fernseh GmbH.
Hendrik Schiphorst: Deswegen ist es auch für mich immer mehr als ein Arbeitgeber gewesen,
Hendrik Schiphorst: weil es schon auch eine emotionale Komponente hat.
Mike Friedrichsen: Ja, zu Ihrem Vater gibt es eine schöne Geschichte. Er war ja früher auch an
Mike Friedrichsen: der FU als Lehrbeauftragter.
Mike Friedrichsen: Und meine Frau erzählt immer gerne die Geschichte, dass sie bei ihm ein Seminar
Mike Friedrichsen: gemacht hat und heute noch tief beeindruckt ist.
Mike Friedrichsen: Also ich habe Ihnen das auch mal persönlich erzählt, ist nur eine Randnotiz,
Mike Friedrichsen: aber so ist auch die Beziehung ja zur Hochschule da gewesen und die können wir
Mike Friedrichsen: ja vielleicht mit Ihnen auch dann mal planen oder angehen. Das würde mich natürlich sehr freuen.
Mike Friedrichsen: Jetzt ist ja, wie Sie wissen, wir sind ja eine Universität, die sich sehr stark
Mike Friedrichsen: mit dem Digitalen beschäftigt. Wir sind sogar vollständig digital und Sie haben
Mike Friedrichsen: ja gerade gesagt, Sie sind ja nun schon lange im Geschäft.
Mike Friedrichsen: Wann würden Sie sagen, haben Sie das erste Mal gemerkt, dass Digitalisierung
Mike Friedrichsen: auch in Ihrem Unternehmen eine Rolle spielt? Also wann sind Sie das erste Mal
Mike Friedrichsen: damit so konfrontiert, dass Sie sagen, wow, da passiert irgendetwas,
Mike Friedrichsen: wenn Sie das so mal historisch betrachten?
Hendrik Schiphorst: Ja, genau. Also vielleicht ganz interessant. Als ich 1998 angefangen habe,
Hendrik Schiphorst: hatten wir noch keine E-Mails.
Hendrik Schiphorst: Wir hatten kein Firmenhandy, man hatte ein Festnetztelefon. Wir haben Vertrieb
Hendrik Schiphorst: gemacht mit den gelben Seiten und Verträge wurden per Fax hin und her geschickt.
Hendrik Schiphorst: Das können sich jüngere Menschen schwerlich vorstellen. Von daher war ehrlicherweise,
Hendrik Schiphorst: das erste einschneidende Erlebnis war die Einführung einer Firmen-E-Mail.
Hendrik Schiphorst: Und wenn man jetzt die Vermarktungsseite sieht, dann war es dann irgendwann
Hendrik Schiphorst: die kommerzielle Website, die Vereine aufgebaut haben,
Hendrik Schiphorst: und mit denen man dann entsprechend auch nochmal eine weitere,
Hendrik Schiphorst: also neben den Stadiongeborenen und den Vereinsgeborenen Rechten,
Hendrik Schiphorst: hatte man auf einmal noch eine digitale Reichweite,
Hendrik Schiphorst: die man auch im Verkauf von Werberechten nutzen konnte.
Hendrik Schiphorst: Das war, glaube ich, der erste Fall, wo es für uns dann kommerziell auch interessant geworden ist.
Mike Friedrichsen: Merken Sie denn jetzt so aktuell den Druck auch in Ihrem Unternehmen?
Mike Friedrichsen: Ich meine, Ihr Geschäftsbereich ist ja, wenn man so will, Fußball gilt ja eher
Mike Friedrichsen: so als traditionell und auch Sie haben es ja gerade gesagt, dass man da,
Mike Friedrichsen: ich erinnere mich noch an so Geschichten, wo dann die Faxe am Ende der Transferperiode
Mike Friedrichsen: so zwei Minuten vorher noch irgendwo eintrafen.
Mike Friedrichsen: Nagen Sie, dass da jetzt auch insbesondere das Thema AI eine Rolle spielt oder,
Mike Friedrichsen: wie spüren Sie das gerade so in Ihrem Alltag?
Hendrik Schiphorst: Ja, also generell kann man glaube ich sagen, dass die Sportbranche immer ein
Hendrik Schiphorst: bisschen rückständig ist zur freien Wirtschaft, also Digitalisierung,
Hendrik Schiphorst: Internationalisierung, aber jetzt natürlich auch AI kommt ein bisschen später an.
Hendrik Schiphorst: Wir als Sport5 sind schon mittendrin. Wir haben zum Beispiel für alle Kolleginnen
Hendrik Schiphorst: und Kollegen mittlerweile Co-Pilot, weil wir in einer Microsoft-Umgebung arbeiten, ausgerollt.
Hendrik Schiphorst: Ich persönlich arbeite täglich damit, ich bin sicherlich kein Digital Native,
Hendrik Schiphorst: das würde ich nicht für mich in Anspruch nehmen,
Hendrik Schiphorst: aber das ist ja kein Trendthema, sondern das wird die Wirtschaft und somit auch
Hendrik Schiphorst: den Sport maßgeblich begleiten und deswegen sind wir da mittendrin.
Hendrik Schiphorst: Ein Praxisbeispiel ist, dass wir virtuelle Sales-Assistenten im Einsatz haben.
Hendrik Schiphorst: Und ein anderes ist natürlich, dass wir gerade bei den ganzen Themen Kreativleistungen,
Hendrik Schiphorst: uns auf Bildbearbeitung, aber auch Herleitungen für Sales Pitches,
Hendrik Schiphorst: uns natürlich der künstlichen Intelligenz,
Hendrik Schiphorst: die auch schon nutzbar machen für uns.
Mike Friedrichsen: Das heißt ja auch, Sie verstehen natürlich auch, dass die Märkte sich verändert
Mike Friedrichsen: haben, auch die Aufmerksamkeit.
Mike Friedrichsen: Junge Menschen haben heute ganz andere Möglichkeiten, als wir das vielleicht
Mike Friedrichsen: aus unserer Jugend noch kennen.
Mike Friedrichsen: Wo würden Sie denn so sagen, ist im Moment so, wenn man auf die Vermarktung,
Mike Friedrichsen: das ist ja Ihr Spezialgebiet, wenn man darauf schaut, was sind so die wichtigsten
Mike Friedrichsen: Entwicklungslinien, die Sie da erkennen und wo wird das in der Vermarktung letztlich
Mike Friedrichsen: bei Ihnen auch berücksichtigt?
Mike Friedrichsen: Das ist ja ein Kampf auch um Attention dann letztendlich.
Hendrik Schiphorst: Also ich glaube, ich versuche das immer positiv zu sehen, was mir manchmal mit
Hendrik Schiphorst: zunehmendem Alter etwas schwerer fällt.
Hendrik Schiphorst: Aber aus meiner Sicht ist dadurch, dass wir die sozialen Medien haben,
Hendrik Schiphorst: ist ja ein ganz anderer Content-Bereich nochmal gewachsen.
Hendrik Schiphorst: Früher haben wir im Prinzip gerade jetzt im Fußball eine Woche lang oder meistens
Hendrik Schiphorst: 14 Tage für ein Heimspiel gearbeitet.
Hendrik Schiphorst: Dann war das Heimspiel da, das war der Peak, was Reichweiten und alle Themen
Hendrik Schiphorst: anging und dann flachte es wieder ab.
Hendrik Schiphorst: Mittlerweile hat man ein absolutes Dauerrauschen und deswegen sind wir natürlich
Hendrik Schiphorst: auch im Verkauf unserer Werberechte darauf eingestiegen.
Hendrik Schiphorst: Jetzt um mal ein konkretes Beispiel zu nehmen, wir verkaufen bei vielen Vereinen
Hendrik Schiphorst: mittlerweile die sogenannte Trainingswear separat, weil es in sozialen Medien
Hendrik Schiphorst: wahnsinnig viele Bilder von Trainingssessions der Vereine gibt.
Hendrik Schiphorst: Und da ist zum Beispiel durch die sozialen Medien ein Vermarktungspotenzial
Hendrik Schiphorst: entstanden, was es vor 15, 10 Jahren gar nicht gegeben hat.
Hendrik Schiphorst: Und so müssen wir halt immer gucken, dass wir auch unser Angebotsportfolio dementsprechend anpassen.
Mike Friedrichsen: Jetzt haben wir das ja in Deutschland speziell, Stichwort so Traditionsvereine,
Mike Friedrichsen: man hat es jetzt wieder gesehen, Schalke 04, ein Boom entstanden,
Mike Friedrichsen: tausende von Menschen beim Training.
Mike Friedrichsen: Sie selbst haben ja Erfahrung mit Nürnberg und dem HSV.
Mike Friedrichsen: Jetzt stellt sich ja so ein Traditionsverein auch eine neue Herausforderung,
Mike Friedrichsen: die große globale Marke.
Mike Friedrichsen: Wie gehen Sie damit um? Also was ist da so der Schritt?
Mike Friedrichsen: Es ist ja doch ein Spalt von der klassischen Tradition, die wir in Deutschland
Mike Friedrichsen: ja noch sehr pflegen. In England wird das ja vielleicht auch so gemacht,
Mike Friedrichsen: aber wie kommt man da in diese globale Ebene rein?
Hendrik Schiphorst: Ja, ich glaube, also wichtig ist erstmal, dass man,
Hendrik Schiphorst: den Verein versucht zu verstehen. Wir dürfen ja auch Schalke 04 vermarkten und,
Hendrik Schiphorst: der eine Verein ist offener für gewisse Weiterentwicklungsthemen,
Hendrik Schiphorst: der andere nicht so sehr.
Hendrik Schiphorst: Wir sind am Ende ja kommerzieller Dienstleister und können dem Verein immer
Hendrik Schiphorst: nur aufzeigen, was es für Themen und Entwicklungen im Markt gibt und am Ende
Hendrik Schiphorst: entscheidet der Verein, ob er diese dann wahrnimmt oder sie auch nicht wahrnimmt,
Hendrik Schiphorst: aus welchem Hintergrund auch immer.
Hendrik Schiphorst: Das kann sein, weil er vielleicht Sorge hat, dass das bei seinen Mitgliedern
Hendrik Schiphorst: oder Fans nicht so ankommt, wie das bei anderen ankommt, weil eben das Thema
Hendrik Schiphorst: Kommerzialisierung teilweise verteufelt wird.
Hendrik Schiphorst: Das kann aber auch sein, dass es andere Beweggründe gibt. Also meine Aufgabe
Hendrik Schiphorst: als Vermarktungspartner von,
Hendrik Schiphorst: sehr, sehr vielen Vereinen der ersten, zweiten und dritten Liga ist es,
Hendrik Schiphorst: aber auch im Handball übrigens, nicht nur im Fußball, ist es,
Hendrik Schiphorst: den Vereinen Potenziale auch zu zeigen, wo sie wachsen können.
Hendrik Schiphorst: Und die finden sie natürlich maßgeblich im kommerziellen Bereich,
Hendrik Schiphorst: aber am Ende entscheidet jeder Verein selber.
Hendrik Schiphorst: Und da müssen wir natürlich, es gibt auch keine Schablone, die ich jetzt über
Hendrik Schiphorst: den HSV oder über Schalke oder über den FC Augsburg rüberschiebe, sondern wir können
Hendrik Schiphorst: aufzeigen, was für Best Cases gibt es, was gibt es für Marktentwicklungen und
Hendrik Schiphorst: dann am Ende muss der Verein sagen, was er gerne mitgehen möchte und was auch nicht.
Mike Friedrichsen: Jetzt haben Sie ja gerade das Investorenthema, da komme ich kleiner drauf.
Mike Friedrichsen: Sie sind ja, wenn ich das richtig erinnere, mit Sport5 auch im Frauenfußball
Mike Friedrichsen: der größte Vermarkter und da tut sich ja relativ viel.
Mike Friedrichsen: Insbesondere, wenn man sich die Bundesliga anschaut, ist es ja fast ein Abgleich
Mike Friedrichsen: der Bundesliga im Männerfußball.
Mike Friedrichsen: Wie sehen Sie da die Entwicklung? Das ist ja an sich ein eigenes Ökosystem oder
Mike Friedrichsen: wie muss man das verstehen? Weil das ist ja wirklich interessant,
Mike Friedrichsen: wie da jetzt auch so ein Acceleratorsystem entsteht.
Mike Friedrichsen: Wie sehen Sie das? Wie schätzen Sie das ein?
Hendrik Schiphorst: Ja, also erstmal muss man, glaube ich, anerkennen, dass die Frauenfußball-Bundesliga
Hendrik Schiphorst: ein brutales Wachstumspotenzial hat, weil die Nachfrage ist da.
Hendrik Schiphorst: Auf Konsumentenseite, also Fans, genauso auf Unternehmensseite,
Hendrik Schiphorst: wird es immer häufiger nachgefragt. Teilweise auch eben Engagements gerade nur
Hendrik Schiphorst: im Frauenfußball und nicht im Herrenfußball.
Hendrik Schiphorst: Und dem müssen wir Rechnung tragen.
Hendrik Schiphorst: Ich glaube allerdings, dass man im Frauenfußball vielleicht auch am Format noch was machen kann.
Hendrik Schiphorst: Also da wird nach meiner Kenntnis auch gerade diskutiert, ob es nicht vielleicht
Hendrik Schiphorst: Playoffs geben soll und nicht den klassischen Liga-Betrieb, wie man ihn in der
Hendrik Schiphorst: Herren-Bundesliga hat.
Hendrik Schiphorst: Und ich glaube, dass das ein guter Weg sein könnte, die Frauen-Bundesliga nochmal
Hendrik Schiphorst: anders zu positionieren.
Hendrik Schiphorst: Ich glaube, was wir vor allen Dingen brauchen, ist eine breitere Reichweite,
Hendrik Schiphorst: was die Bundesligaspieler angeht. Weil die Einschaltquoten teilweise okay sind,
Hendrik Schiphorst: in dem Wachstum sind sie sogar herausragend.
Hendrik Schiphorst: Aber sie kommen halt auch von einem sehr niedrigen Niveau.
Hendrik Schiphorst: Und ich glaube, man müsste gucken, dass man die Bundesliga noch breiter zu den
Hendrik Schiphorst: Leuten bringt, damit wir da auch noch mehr Reichweite erzielen können.
Mike Friedrichsen: Wir haben ja so einige Beispiele auch im Frauenfußball, wo es um die Investoren
Mike Friedrichsen: geht. Und da kommen wir natürlich zu der klassischen Frage, die muss ich Ihnen ja stellen.
Mike Friedrichsen: Wie stehen Sie und erleben Sie gerade diese deutsche Investoren-Debatte?
Mike Friedrichsen: Jetzt auch vielleicht so ein bisschen im Vergleich zu dem, was wir in der Premium
Mike Friedrichsen: League, Sie sind ja auch als Vermarkter in der Premium League aktiv.
Mike Friedrichsen: Wie schätzen Sie da die aktuelle Situation ein und was meinen Sie,
Mike Friedrichsen: wie da der Entwicklungsschub sein wird?
Hendrik Schiphorst: Ja, also erstmal finde ich die Diskussion in Deutschland teilweise etwas,
Hendrik Schiphorst: ich sage es wie ich es fühle, teilweise etwas verlogen, weil ich glaube,
Hendrik Schiphorst: es gibt ja gewisse Umgehungstatbestände, nenne ich sie mal, wo es schon Investoren
Hendrik Schiphorst: auch in deutschen Vereinen gibt.
Hendrik Schiphorst: Ich finde es in Ordnung, wenn man dieses 50 plus 1 Thema für sich weiterhin als Maßgabe versteht.
Hendrik Schiphorst: Aber am Ende ist ja immer die Frage, was wird mit dem Geld auch angestellt und.
Hendrik Schiphorst: In welche Managementstrukturen fällt es und was wissen die dann auch mit dem
Hendrik Schiphorst: jeweiligen Investment anzustellen.
Hendrik Schiphorst: Ich glaube, es wäre fahrlässig, sich dem Thema Investoren im deutschen Fußball,
Hendrik Schiphorst: davon sich total loszusagen, weil es, glaube ich, eine Chance ist,
Hendrik Schiphorst: die man auch gerade im internationalen Wettbewerb zu anderen liegen.
Hendrik Schiphorst: Die Premier League ist eine, aber es geht genauso für Spanien oder Italien.
Hendrik Schiphorst: Da ist es ja wichtig, dass wir wettbewerbsfähig bleiben. Und trotzdem kann man
Hendrik Schiphorst: ja Governance-Strukturen aufsetzen, in denen der Verein trotzdem mit seiner
Hendrik Schiphorst: EV-Struktur am Ende weiterhin das Sagen hat. Ich glaube, das schließt sich nicht aus.
Hendrik Schiphorst: Ich fand jetzt die Diskussion, die wir auch in der Liga hatten,
Hendrik Schiphorst: die dann ja am Ende daran mündeten, dass viele Tennisbälle auf Fußballplätze
Hendrik Schiphorst: geworfen wurden, ich glaube, aus meiner Sicht ist es eher eine vertane Chance.
Hendrik Schiphorst: Aber ich verstehe, dass ich damit keine sonderlich populäre Meinung vertrete.
Hendrik Schiphorst: Aber ich glaube nicht, dass deswegen, also der Abgesang des deutschen Fußballs
Hendrik Schiphorst: ist nicht oder sind nicht Investoren aus meiner Sicht.
Mike Friedrichsen: Ja, dieses ganze komplexe Thema Kommerzialisierung werden wir noch im anderen Kontext aufgreifen.
Mike Friedrichsen: Ich komme ja noch aus einer Zeit, wo das anfing mit der Trikotwerbung.
Mike Friedrichsen: Sie erinnern sich wahrscheinlich an Eintracht Braunschweig, an den Herrn Mast
Mike Friedrichsen: und wie erst mal Trikotwerbung überhaupt,
Mike Friedrichsen: eingebracht wurde in das Sponsoring. Jetzt ist das natürlich heute eine andere
Mike Friedrichsen: Zeit und mich würde mal interessieren, wieso dieses Ökosystem heute eigentlich
Mike Friedrichsen: aussieht, so ganz aus der Praxis.
Mike Friedrichsen: Wenn Sie heute so ein Sponsoring-Paket verkaufen, wie muss man sich das heute
Mike Friedrichsen: vorstellen? Und Sie sehen ja auch, was sich gerade so alles entwickelt im medialen
Mike Friedrichsen: Bereich, im technischen Bereich.
Mike Friedrichsen: Wo wird das so in den nächsten Jahren sich hin entwickeln? Aber vielleicht mal
Mike Friedrichsen: so ganz kurz, dass man mal einen Einblick hat, wie sieht so ein Sponsoring-Paket
Mike Friedrichsen: heute eigentlich aus? Denn es ist ja nicht mehr die klassische Trikotwerbung, vermute ich mal.
Hendrik Schiphorst: Genau, also die verkaufen wir schon auch, aber auch das Paket hat sich substanziell
Hendrik Schiphorst: verändert. Also nehmen wir es mal so, als ich 1998 angefangen habe,
Hendrik Schiphorst: da gab es beim 1. FC Nürnberg, ich sage mal, drei Pakete, Gold,
Hendrik Schiphorst: Silber, Bronze. Und wenn sie das nicht haben wollten, haben sie halt Pech gehabt.
Hendrik Schiphorst: Das funktioniert heute nicht mehr. Wir haben heute den Kundennutzen,
Hendrik Schiphorst: der steht viel mehr im Fokus.
Hendrik Schiphorst: Ich glaube, das haben wir als Sport5, sagen wir mal so, selbstbewusst bin ich
Hendrik Schiphorst: auch im Besonderen verstanden. Wir haben heute viele Sales-Kollegen,
Hendrik Schiphorst: wir hatten früher viele Sales-Kollegen. Aber was wir mittlerweile im sogenannten
Hendrik Schiphorst: Pre-Sales an den Tisch bringen wollen,
Hendrik Schiphorst: Klammer auf, auch müssen, Klammer zu, damit wir Unternehmen davon überzeugen,
Hendrik Schiphorst: Geld in Sponsoring zu investieren, ist Wahnsinn. Da ist so viel Intelligenz
Hendrik Schiphorst: mittlerweile aufgebaut.
Hendrik Schiphorst: Wir haben eine eigene Abteilung mit über 60 Leuten, die sich mit BI und Creatives auseinandersetzen.
Hendrik Schiphorst: Damit wir den Sales Pitch so bauen, dass der am Ende beim Kunden auch deren Nöte abbildet.
Hendrik Schiphorst: Weil es gibt ganz viele Diskussionen mit Unternehmen, die beginnen gar nicht
Hendrik Schiphorst: mit, ich habe hier das Trikot A, B oder C oder die Bande hier,
Hendrik Schiphorst: sondern die beginnen damit erstmal
Hendrik Schiphorst: zu verstehen, was die kommunikativen Bedürfnisse der Unternehmen sind.
Hendrik Schiphorst: Und dann kommen wir im zweiten Schritt mit möglichen Lösungen für diese kommunikativen Herausforderungen.
Hendrik Schiphorst: Und das hat sich aus meiner Sicht um 180 Grad gedreht zu früher,
Hendrik Schiphorst: wo man viele emotionale Entscheider hatte und jetzt sind es faktenbasierte Entscheider.
Hendrik Schiphorst: Im besten Fall ist da trotzdem immer noch jemand dabei, der früher mal in Mönchengladbach
Hendrik Schiphorst: oder Dortmund Bettwäsche geschlafen hat.
Hendrik Schiphorst: Das schadet auch nicht, aber das sind alles Unternehmenslenker,
Hendrik Schiphorst: die sich das gar nicht leisten könnten, aufgrund ihrer eigenen emotionalen Herkunft
Hendrik Schiphorst: Entscheidungen zu treffen.
Hendrik Schiphorst: Und deswegen, ich glaube, das ist die wichtigste Transformation,
Hendrik Schiphorst: die wir gemacht haben und das wird weitergehen.
Hendrik Schiphorst: Und da wird sich, glaube ich, der Shift auch so ein bisschen mehr von der Reichweite,
Hendrik Schiphorst: weil ARD Sportschau oder Sportstudio oder Sky zu dem Engagement entwickeln, dass man es schafft,
Hendrik Schiphorst: die Konsumenten,
Hendrik Schiphorst: zur Zusammenarbeit mit einem Unternehmen zu bewegen. Ich glaube,
Hendrik Schiphorst: das ist die Zukunft, wo es noch weiter hinlaufen wird.
Mike Friedrichsen: Und da kommen wir dann ja eigentlich auch zu einem ganz interessanten Thema,
Mike Friedrichsen: Hospility und Premium Segment und das ist ja ganz interessant,
Mike Friedrichsen: auch wenn man sieht, wie Sie das ja auch in einigen Vereinen sehr professionell vermarkten.
Mike Friedrichsen: Welche Bedeutung hat dieses Premium, so ein bisschen in die Richtung,
Mike Friedrichsen: wie Sie es gerade schon ausgeführt haben, strategisch auch für die Vermarktung in Ihrem Bereich?
Hendrik Schiphorst: Also auch da muss man, glaube ich, es gibt, also grundsätzlich Hospitality-Vermarktung
Hendrik Schiphorst: gehört zu jeder Sportveranstaltung, die einen professionellen Anstrich hat, mittlerweile mit dazu.
Hendrik Schiphorst: Und dann gibt es so herausragende Events, ich nenne es mal die Fußball-WM oder
Hendrik Schiphorst: aber auch Formel-1-Hospitality, wo sie auch einen wahnsinnig hohen Preispunkt haben.
Hendrik Schiphorst: Dagegen ist ja, wenn ich jetzt wieder zurückgehe zum Bundesliga-Fußball,
Hendrik Schiphorst: ist ja der Preis noch relativ überschaubar.
Hendrik Schiphorst: Ich glaube, grundsätzlich ist es erstmal so, wir brauchen Stimmung in den Stadien.
Hendrik Schiphorst: Deswegen hilft es uns nicht, ein Fußballstadion zu konzipieren,
Hendrik Schiphorst: wo 60.000 Business Seeds zu verkaufen sind.
Hendrik Schiphorst: Und trotzdem muss eine gewisse Ratio mit dabei sein, weil dieses Spieltagserlebnis,
Hendrik Schiphorst: zählt halt weiterhin auch mit zu den USPs vom Sponsorship-Verkauf.
Hendrik Schiphorst: Und das bekommt man natürlich durch eben die Hospitality,
Hendrik Schiphorst: sei es Logen oder Business Seats, die wir bewusst auch immer versuchen weiterzuentwickeln,
Hendrik Schiphorst: weil eins müssen Sie ja auch sehen, gut essen gehen kann der CEO vom Unternehmen A, B oder C.
Hendrik Schiphorst: Immer permanent, dafür braucht er kein Fußballspiel.
Hendrik Schiphorst: Wir müssen natürlich ein gewisses Niveau da anbieten, aber die Frage ist,
Hendrik Schiphorst: was ist das drumherum? Und wir sprechen somit von dem Spieltagserlebnis,
Hendrik Schiphorst: das beginnt eigentlich schon eine Woche vorher.
Hendrik Schiphorst: Wie findet die Kommunikation mit den Leuten statt? Die werden dann,
Hendrik Schiphorst: was passiert im Stadion, die werden darauf vorbereitet. Das sind dann vielleicht
Hendrik Schiphorst: auch nutzliche Informationen.
Hendrik Schiphorst: Dann aber auch im Nachgang, welche Gäste hatten die vielleicht dabei?
Hendrik Schiphorst: Dann liegt da vielleicht auch mal ein Schal in der Loge oder am Tisch,
Hendrik Schiphorst: wo man entsprechend auch nochmal eine emotionale Klammer versucht zu schließen.
Hendrik Schiphorst: Also das gehört zu diesem Produkt mittlerweile hundertprozentig mit dazu.
Mike Friedrichsen: Nun haben Sie ja in Hamburg ein schönes Beispiel für zwei Vereine, St. Pauli und HSV.
Mike Friedrichsen: St. Pauli geht ja ganz bewusst diesen
Mike Friedrichsen: Weg, immer so die Tradition in den Vordergrund, so in die Fankultur.
Mike Friedrichsen: Wobei wir beide wissen, Sie sind auch der Kommerzialisierung unterlegen.
Mike Friedrichsen: Sie sind ja sehr stark im HSV, können wir ja mal als Beispiel nehmen.
Mike Friedrichsen: Schalke haben Sie ja auch.
Mike Friedrichsen: Wie kriegen Sie jetzt diesen Spagat hin zwischen Tradition und Commerz?
Mike Friedrichsen: Sie wissen, dass die großen Vereine wie Bayern München und Dortmund haben ja
Mike Friedrichsen: dieses Problem ständig, auch mit den Fans zu sagen, nee, mit dem Sponsor wollen wir nicht.
Mike Friedrichsen: Das ist für Sie ja immer ein Spagat, weil Sie ja sagen müssen,
Mike Friedrichsen: gut, auf der einen Seite müssen wir das Sponsoring gut besetzen, gut verkaufen.
Mike Friedrichsen: Wo ist da für Sie der Punkt, oder wie kriegen Sie das überhaupt hin, dass Sie das verbinden?
Hendrik Schiphorst: Na gut, also erstmal haben wir als Sport5 selbst einige Werte,
Hendrik Schiphorst: die logischerweise auch in der Akquise eine Rolle spielen.
Hendrik Schiphorst: Aber wir sind ja am Ende Makler. Das heißt, wir bieten Vereinen Sponsoring-Deals
Hendrik Schiphorst: an. Wir überprüfen Unternehmen auf Herz und Nieren, ob die zahlungsfähig sind,
Hendrik Schiphorst: Ob das irgendwas ist, was gegen Gesetze verstößt.
Hendrik Schiphorst: Das sind alles Themen, die schließen sich für uns logischerweise aus.
Hendrik Schiphorst: Aber nehmen Sie mal den Rheinmetall-Deal mit dem BVB. Den haben wir vermitteln dürfen.
Hendrik Schiphorst: Ich bin wahnsinnig stolz darauf.
Hendrik Schiphorst: Hätte ich vor fünf Jahren gesagt, dass Rheinmetall mal Sponsor des BVB wird?
Hendrik Schiphorst: Nein, vielleicht nicht. Mittlerweile ist Rheinmetall aus meiner Sicht ein Unternehmen,
Hendrik Schiphorst: wo uns die ganze Welt drum beneidet.
Hendrik Schiphorst: Die haben auch kommunikative Bedürfnisse, in dem Fall im Zweifel Fachkräftemangel,
Hendrik Schiphorst: denen wir mit Sponsorship-Lösungen begegnen können.
Hendrik Schiphorst: Und am Ende muss dann der Verein, in dem Fall Borussia Dortmund,
Hendrik Schiphorst: entscheiden, ob er dieses kommunikative Risiko eingeht. Sie haben es gemacht.
Hendrik Schiphorst: Ich finde, Carsten Traumer macht das exzellent, wie er das auch nach außen dann vertritt.
Hendrik Schiphorst: Aber natürlich gibt es auch Vereine, die sagen, das ist dann die rote Linie,
Hendrik Schiphorst: die wir nicht überschreiten wollen.
Hendrik Schiphorst: Kann ich im Zweifel nie nachvollziehen, ist aber nicht meine Entscheidung.
Hendrik Schiphorst: Und wenn jetzt fiktiv St. Pauli sagen würde, mit Rheinmetall arbeiten wir nicht
Hendrik Schiphorst: zusammen, dann ist das deren gutes Recht, dies im Zweifel nicht zu tun.
Hendrik Schiphorst: Und wir sind als Makler nur dafür da, diese Möglichkeit aufzuzeigen.
Hendrik Schiphorst: Und noch ein kurzer Satz, weil den kann ich mir jetzt nicht ersparen,
Hendrik Schiphorst: weil auch die Freunde vom FC St. Pauli natürlich kommerziell getrieben sind.
Hendrik Schiphorst: Also der HSV nimmt auch für sich in Anspruch, berechtigterweise ein Traditionsverein zu sein.
Hendrik Schiphorst: St. Pauli ist es auch, vielleicht haben sie noch eine etwas andere Tradition
Hendrik Schiphorst: in die eine oder andere Richtung.
Hendrik Schiphorst: Am Ende wissen auch bei St. Pauli alle, dass es ohne die Fernsehgelder und die
Hendrik Schiphorst: Sponsoring- und Hospitality-Erlöse nicht funktioniert, wenn man im professionellen
Hendrik Schiphorst: Fußball mitmischen möchte.
Mike Friedrichsen: Ja, ich glaube, das ist auch etwas, was natürlich auch mit der Gesamtstruktur
Mike Friedrichsen: der DFL und so zu tun hat. Ich denke, in dem Moment, wo man akzeptiert,
Mike Friedrichsen: in diesem Gemenge mitzumischen, muss man das ja auch akzeptieren.
Mike Friedrichsen: Anders funktioniert es ja auch gar nicht.
Mike Friedrichsen: Es bleibt Ihnen ja nicht erspart, dass ich auch auf die Fußball-WM komme gerade mal.
Mike Friedrichsen: Ich will jetzt gar nicht über Sie mit der FIFA und so weiter sprechen,
Mike Friedrichsen: weil das ist nicht unser Thema.
Mike Friedrichsen: Mich interessiert vielmehr, wir
Mike Friedrichsen: haben ja jetzt das erste Mal die Erfahrung gemacht mit 48 Mannschaften.
Mike Friedrichsen: Das wurde ja im Vorfeld massiv kritisiert. Wie so ganz offen,
Mike Friedrichsen: wie haben Sie jetzt das empfunden?
Mike Friedrichsen: Es hat ja auch ein bisschen was mit Sponsoring und Vermarktung zu tun,
Mike Friedrichsen: aber so ganz allgemein, wie bewerten Sie das?
Hendrik Schiphorst: Ja, also ich finde, also ich bin, ich war bei der WM allerdings in Kanada beim
Hendrik Schiphorst: Spiel Deutschland Elfenbeinküste in Toronto.
Hendrik Schiphorst: Ich habe die Fußballbegeisterung in der Stadt erleben dürfen und Kolleginnen
Hendrik Schiphorst: und Kollegen von mir waren in den USA, die haben mir selbiges berichtet.
Hendrik Schiphorst: Ich muss erstmal anerkennen, dass das ein tolles Event ist, was wieder mal Massen
Hendrik Schiphorst: mobilisiert hat und es gibt nicht viele globale Events, die das auf dem ganzen
Hendrik Schiphorst: Planeten so hinbekommen.
Hendrik Schiphorst: Jetzt kann man sich, und ich war in Anführungsstrichen selber leidtragender
Hendrik Schiphorst: über die hohen Ticketpreise, ist auch im Public-Bereich echauffieren und trotzdem
Hendrik Schiphorst: muss man natürlich anerkennen, dass die Stadien alle ausverkauft waren.
Hendrik Schiphorst: Ich glaube, so einen hohen Preispunkt würden wir wahrscheinlich bei einer WM
Hendrik Schiphorst: in Deutschland nicht erzielen wollen und können.
Hendrik Schiphorst: Aber mich hat jetzt diese weitere Runde nicht gestört.
Hendrik Schiphorst: Ich kann auch aus meiner Sicht bei aller Kritik, die es da an der FIFA gibt,
Hendrik Schiphorst: kann ich jetzt nicht erkennen, dass das ein.
Hendrik Schiphorst: Völliger Fehler war, das Turnier noch breiter aufzustellen.
Hendrik Schiphorst: Ob man es jetzt noch mal breiter aufstellen muss, muss man vielleicht diskutieren,
Hendrik Schiphorst: aber am Ende, Sie haben es richtig gesagt, ich kann es nicht entscheiden.
Hendrik Schiphorst: Ich finde selbst diese Spielunterbrechung zum Trinken…,
Hendrik Schiphorst: Also wenn es einer einführen kann, dann sicherlich die FIFA.
Hendrik Schiphorst: Glaube ich, dass das in der Bundesliga kommt? Nein, glaube ich nicht.
Hendrik Schiphorst: Und trotzdem ist es natürlich nochmal wieder ein, also jetzt aus kommerzieller
Hendrik Schiphorst: Sicht, smarter Move, um vielleicht nochmal die ein oder andere Werbeunterbrechung mit einzubringen.
Hendrik Schiphorst: Stört in Deutschland natürlich viele Leute, ich glaube ganz viele Leute auf der Welt sagen,
Hendrik Schiphorst: ob da jetzt nochmal eben zwei Minuten Pause zum Trinken dabei ist,
Hendrik Schiphorst: wo zwei Spots gezeigt werden oder nicht, aber auch da bin ich natürlich,
Hendrik Schiphorst: vertrete ich wahrscheinlich keine übermäßig populäre Sichtweise.
Mike Friedrichsen: Ja, okay, dann wäre ja jetzt die Frage, ich gehe jetzt davon aus,
Mike Friedrichsen: Sie nehmen das alles wahr, was Sie da erlebt haben und kommen zurück und fragen.
Mike Friedrichsen: Und die Frage, die für mich natürlich dann wäre, wenn Sie zurückkehren würden,
Mike Friedrichsen: ich würde bei Ihnen arbeiten im Sport5 und sagen, was davon können wir jetzt
Mike Friedrichsen: nutzen für die Vermarktung?
Mike Friedrichsen: Sie vermarkten ja europäische Vereine. Können wir da irgendwas mitnehmen?
Mike Friedrichsen: Ist da irgendwas, wo Sie sagen, da habe ich was gelernt, das können wir in unserer
Mike Friedrichsen: Vermarktung auch mitnehmen? Auch wenn sie jetzt keine Geheimnisse erzählen sollen,
Mike Friedrichsen: aber das würde mich schon mal interessieren.
Hendrik Schiphorst: Ja, also ich würde sie im Zweifel mit Ihnen teilen, aber ich kann jetzt bei
Hendrik Schiphorst: dem Event an sich, habe ich jetzt nichts mitgenommen, wo ich sage,
Hendrik Schiphorst: boah, das müssen wir morgen in der Bundesliga einführen.
Hendrik Schiphorst: Ich finde generell, das hatten wir bei der Euro aber auch schon,
Hendrik Schiphorst: dass die Landesflaggen da ausgebreitet werden, Die ganze Zeremonie vor dem Spiel,
Hendrik Schiphorst: die finde ich beeindruckend als Stadionzuschauer, auch als Fernsehzuschauer.
Hendrik Schiphorst: Funktioniert das bei jedem Bundesligaspiel? Nein. Ich habe jetzt keine besonders
Hendrik Schiphorst: pfiffigen Sponsorendarstellungen gesehen, wo ich sage, das müssen wir genauso machen.
Hendrik Schiphorst: Ich fand aber auch, dass sie jetzt kommerziell nicht völlig ausufernd gewesen
Hendrik Schiphorst: ist. Deswegen so ganz viele, auch im Produkt Hospitality, was ich gesehen habe,
Hendrik Schiphorst: das war alles in Ordnung.
Hendrik Schiphorst: Aber ist jetzt nichts, wo wir uns mit der Bundesliga da irgendwie hinten anstellen
Hendrik Schiphorst: müssen oder sagen müssen, wir müssen morgen unsere ganzen Konzepte über Bord werfen und neu denken.
Mike Friedrichsen: Nee, ich denke, dass wir ja so erfolgreich wie heute, glaube ich,
Mike Friedrichsen: waren wir noch nie in der Bundesliga. Wenn man das alles so sieht, Stadien sind voll.
Mike Friedrichsen: Das ist schon alles sehr beeindruckend, wenn man das so über die letzten 20,
Mike Friedrichsen: 25 Jahre sieht. Jetzt wissen Sie ja, dass wir eine digitale Uni sind.
Mike Friedrichsen: Wenn ich Sie jetzt mal frage, was für Skills brauchen eigentlich junge Menschen,
Mike Friedrichsen: die zu Spot5 kommen? Was erwarten Sie da eigentlich, gerade so,
Mike Friedrichsen: wenn Sie mal den Blick aufs Digitale haben?
Mike Friedrichsen: Wie stellen Sie sich so einen optimalen Mitarbeiter, den Sie gerne einstellen,
Mike Friedrichsen: vor? Was muss der können im digitalen Bereich?
Hendrik Schiphorst: Ja, also grundsätzlich hilft oder schade ist es nicht, eine gewisse Sportbegeisterung,
Hendrik Schiphorst: mitzunehmen, weil am Ende alles, was wir tun, immer ausgerichtet ist auf ein
Hendrik Schiphorst: wie auch immer geartetes Sportevent.
Hendrik Schiphorst: Und ich bin natürlich froh, gerade bei jüngeren Kolleginnen und Kollegen,
Hendrik Schiphorst: wenn die eine digitale Kompetenz mitbringen und in den heutigen sozialen Medien,
Hendrik Schiphorst: aber auch in der Zusammenarbeit mit künstlicher
Hendrik Schiphorst: Intelligenz ein gewisses Grundverständnis mit an den Tag legen.
Hendrik Schiphorst: Deswegen bin ich natürlich froh, wenn Institute wie Ihres da entsprechend den
Hendrik Schiphorst: Bildungsauftrag auch verstanden haben, den vielleicht auch manchen staatlichen
Hendrik Schiphorst: Universitäten, der noch nicht vollumfänglich dann da ist, um die Leute soweit vorzubereiten,
Hendrik Schiphorst: dass sie das dann auch mit in die Arbeitswelt transferieren können.
Hendrik Schiphorst: Das wäre es relativ verkürzt gesagt von meiner Seite dazu.
Mike Friedrichsen: Wenn Sie, wenn Sie so, ich sehe ja mal unabhängig von Ihrer Branche,
Mike Friedrichsen: habe ja viel mit CEOs und so zu tun, die dann immer sagen, ja,
Mike Friedrichsen: diese digitale Transformation, daran,
Mike Friedrichsen: müssen wir viel arbeiten. Nun ist bei Ihnen das ja dadurch, dass Sie auch in
Mike Friedrichsen: der technischen Entwicklung eigentlich ständig immer auf dem neuesten Stand sein müssen.
Mike Friedrichsen: Wo sehen Sie denn für Ihr Unternehmen jetzt die Herausforderung,
Mike Friedrichsen: gerade in diesem Transformations, wir haben vorhin mal ganz am Anfang über AI
Mike Friedrichsen: gesprochen, über all diese Dinge, die gerade letztlich ja technisch sich weiterentwickeln.
Mike Friedrichsen: Wo sehen Sie da die Herausforderung für Ihr Unternehmen als CEO,
Mike Friedrichsen: in welche Richtung Sie da gehen müssen?
Hendrik Schiphorst: Also ich glaube, dass wir technisch gesehen sind wir da auf einem sehr guten Niveau schon.
Hendrik Schiphorst: Die Möglichkeiten, die wir haben und die wir unseren Kolleginnen und Kollegen
Hendrik Schiphorst: anbieten, glaube ich, sind marktgerecht, sage ich mal.
Hendrik Schiphorst: Jetzt in unserer Sportbranche sind wir eher Vorreiter, würde ich sagen.
Hendrik Schiphorst: Ich glaube, das Problem ist die Adoption. Also wie kriegen wir auch wirklich
Hendrik Schiphorst: alle Kolleginnen und Kollegen dahinter, das nicht als Angst,
Hendrik Schiphorst: dass sie keine Angst davor haben, sondern es als Chance zu verstehen,
Hendrik Schiphorst: dass es ihren Arbeitsalltag einfacher macht.
Hendrik Schiphorst: Ich bin jemand, der grundsätzlich positiv auf die Welt guckt.
Hendrik Schiphorst: Für mich ist das Glas immer eher halb voll als halb leer.
Hendrik Schiphorst: Und ich verstehe diese ganze digitale Transformation als Chance,
Hendrik Schiphorst: den Kolleginnen und Kollegen noch mehr Zeit an die Hand zu geben,
Hendrik Schiphorst: die sie sich mit ihren wirklichen Kernkompetenzen widmen können und nicht mehr
Hendrik Schiphorst: mit Kleinigkeiten, die mühsam sind,
Hendrik Schiphorst: die händische Arbeiten, die abgeschafft werden müssen.
Hendrik Schiphorst: Wenn mir vor zehn Jahren jemand gesagt hätte, dass wir im Büro keine Aktenordner
Hendrik Schiphorst: mehr haben, hätte ich den wahrscheinlich ausgelacht.
Hendrik Schiphorst: Und trotzdem leben wir alle gut damit. Und wenn ich irgendwas haben will,
Hendrik Schiphorst: muss ich jetzt nicht mehr an irgendeinen Schrank und mir irgendeinen dicken
Hendrik Schiphorst: Leitsordner rausholen.
Hendrik Schiphorst: Das ist zwar total banal aus heutiger Sicht, gerade für jüngere Leute,
Hendrik Schiphorst: aber wir kommen ja nur noch aus einer Welt, wo man ganze Archivwände hatte,
Hendrik Schiphorst: wenn ich jetzt bei meinem Leitsordner-Beispiel bleiben darf.
Hendrik Schiphorst: Und ich glaube, da ist es eher daran, die Leute mitzunehmen und auch ältere
Hendrik Schiphorst: Kollegen wie mich auch dahin zu bringen, dass sie sich bei dieser neuen Welt
Hendrik Schiphorst: nicht verschließen, sondern sie als Chance verstehen und auch die Möglichkeiten
Hendrik Schiphorst: nutzen in ihrem täglichen Arbeiten.
Mike Friedrichsen: Jetzt bin ich froh, dass wir vor zehn Jahren nicht darüber gesprochen haben,
Mike Friedrichsen: weil dann hätten Sie mich ja für verrückt erklärt, weil das war immer schon
Mike Friedrichsen: mein Thema damals, als ich in den Vorlesungen auch darüber gesprochen habe oder bei Unternehmen.
Mike Friedrichsen: Ich denke, dieses Thema Lifelong Learning, nur so eine kleine Abschlussfrage,
Mike Friedrichsen: was verstehen Sie unter Lifelong Learning, wenn Sie das jetzt so,
Mike Friedrichsen: Sie haben es schon gerade ganz gut beschrieben für Ihr Unternehmen,
Mike Friedrichsen: wie würden Sie das spezifizieren?
Hendrik Schiphorst: Ja, also ich, vielleicht mal an meinem Beispiel. Ich bin beileibe nicht derjenige,
Hendrik Schiphorst: der jeden Trend sieht und auch nicht versteht, dass es mal ein Trend werden kann.
Hendrik Schiphorst: Aber ich bin dahingehend lernfähig, dass ich sagen kann, ich beharre nicht auf
Hendrik Schiphorst: dem, was früher einmal war und was immer gut funktioniert hat,
Hendrik Schiphorst: sondern ich bin, wenn man mir das erklärt, offen, mich mit jeder anderen Technologie
Hendrik Schiphorst: oder Entwicklung auseinanderzusetzen.
Hendrik Schiphorst: Ich will Ihnen mal aus dem Sportkontext ein Beispiel nennen.
Hendrik Schiphorst: Es gibt ja momentan die sogenannten Creator-Ligen.
Hendrik Schiphorst: Für mich ist das heilen Fußball. Aber als mir das das erste Mal vorgestellt
Hendrik Schiphorst: wurde, habe ich gesagt, das bleibt mir weg mit diesem Quatsch,
Hendrik Schiphorst: dass da irgendwelche Amateuren mit Influencer spielen.
Hendrik Schiphorst: Aber meine Kolleginnen und Kollegen, die für Business Development zuständig
Hendrik Schiphorst: waren, die waren so hartnäckig, dass ich immer gesagt habe, okay,
Hendrik Schiphorst: wenn ihr sagt, das ist es, dann gehen wir da rein, dann gehen wir da auch richtig rein.
Hendrik Schiphorst: Mittlerweile ist das ein total interessantes Betätigungsfeld bei uns.
Hendrik Schiphorst: Also was ich damit sagen will, ich bin nicht so boniert zu sagen, ich weiß, wie es läuft.
Hendrik Schiphorst: Manchmal würden sich wahrscheinlich Leute von mir noch mehr Offenheit von meinen
Hendrik Schiphorst: Kolleginnen und Kollegen wünschen, aber,
Hendrik Schiphorst: ich bin schon in der Lage, bin guten Argumenten aufgeschlossen und das geht
Hendrik Schiphorst: sowohl für Business-Themen, die Potenzial bieten, als eben auch für,
Hendrik Schiphorst: Digitalisierung oder künstliche Intelligenz, die unser berufliches Leben permanent beeinflussen.
Mike Friedrichsen: Also ich kann ruhigen Gewissens jeden Studenten nur auffordern,
Mike Friedrichsen: sich bei Ihnen zu bewerben, der sportliches Interesse hat. Also ich würde es
Mike Friedrichsen: machen, wenn ich noch 25 wäre, aber es kommt zu spät. Aber ich kann ja zumindest
Mike Friedrichsen: mit Ihnen in Kontakt bleiben.
Mike Friedrichsen: Ich habe jetzt am Ende noch so ein kleines Quiz, also jetzt nicht irgendwelche Wissensfragen oder so.
Mike Friedrichsen: Das haben meine Mitarbeitenden, die wollen das unbedingt, dass ich das mit Ihnen
Mike Friedrichsen: jetzt mal durchspiele. Ich stelle Ihnen die Fragen in Englisch,
Mike Friedrichsen: Sie müssen immer nur eine Antwort geben.
Mike Friedrichsen: Also fangen wir mal an mit Best World Cup Host Country out of the three in 2026,
Mike Friedrichsen: Mexico, United States or Canada?
Hendrik Schiphorst: Canada.
Mike Friedrichsen: Canada? Okay. Which by a Munich player, it would not surprise you that I'd ask
Mike Friedrichsen: this, player performed best at this World Cup?
Mike Friedrichsen: Harry Kane, Michael Olysee, Dayot Obamecano oder Jamal Muziala?
Hendrik Schiphorst: Ich denke Kane. Ich denke, er hat den größten Impact für seine National Team.
Mike Friedrichsen: Okay. Die meisten Werteidigste Fútbolklub in der Welt?
Mike Friedrichsen: Manchester United, Real Madrid, Barcelona oder Bayern München?
Hendrik Schiphorst: I would love to say Borussia Dortmund.
Mike Friedrichsen: Okay, we take it with us.
Hendrik Schiphorst: No, but they are doing a tremendous job in internationalization and brand building.
Hendrik Schiphorst: I would say Real Madrid.
Mike Friedrichsen: Okay, so I know that we will have lots of discussions about Borussia Dortmund
Mike Friedrichsen: and Bayern Munich. I love it. Messi or Ronaldo?
Hendrik Schiphorst: Messi.
Mike Friedrichsen: Who wins the Ballon d'Or this year? Mbappé, Kane, Jamal oder Dembélé?
Hendrik Schiphorst: It depends a bit on the World Cup, I guess. If Argentina will make it again,
Hendrik Schiphorst: the World Cup, I guess it might be Messi.
Mike Friedrichsen: Okay. I will ask my colleagues why they didn't take Messi on the list.
Mike Friedrichsen: Best young player in the world right now? Jamal, Nuziala, Bellingham or Salibari?
Hendrik Schiphorst: I think Jamal is doing tremendously, yes.
Mike Friedrichsen: Most overrated football team at this World Cup? Brazil, Argentina, Portugal or Spain?
Hendrik Schiphorst: Okay. You didn't mention Germany. That's good.
Hendrik Schiphorst: Brazil?
Mike Friedrichsen: Haaland oder Mbappé? Bigger shirt sales this year?
Hendrik Schiphorst: Oh,
Hendrik Schiphorst: I think Mbappé, but I love Haaland. He's brilliant.
Hendrik Schiphorst: If you see what he makes to a small country like Norwegen,
Hendrik Schiphorst: he's fantastic. If I would have a transfer for my favorite team,
Hendrik Schiphorst: I would always try to get Haaland.
Mike Friedrichsen: Ja, ich denke, nach dieser Weltkup, es wird geändert. Aber jetzt,
Mike Friedrichsen: wenn wir die Daten sehen, ich denke, die impact von Real Madrid und Mbappé ist
Mike Friedrichsen: hoch. Und ich denke, das ist der Grund, dass Mbappé ist hier.
Mike Friedrichsen: Has Germany Klub ever won die Klub World Cup?
Hendrik Schiphorst: Has, yes.
Mike Friedrichsen: Ja?
Hendrik Schiphorst: Ja, ich denke, es war nicht die Klub World Cup, aber es war der Weltkup.
Hendrik Schiphorst: Und ich denke, Bayern München won, ich denke.
Mike Friedrichsen: Aber auch Dortmund.
Hendrik Schiphorst: Oh, wirklich?
Mike Friedrichsen: Oh, ja. Ich denke, es ist in 97, wenn ich richtig bin.
Mike Friedrichsen: Okay, last question. Biggest football rivalry in der Welt.
Mike Friedrichsen: Real Madrid gegen Barcelona, Bayern München gegen Borussia Dortmund,
Mike Friedrichsen: Boca Juniors versus River Plate, oder Manchester United versus Liverpool?
Hendrik Schiphorst: Ich würde sagen, Glasgow Ranges gegen Celtic, aber Sie haben nicht erwähnt. Wenn,
Hendrik Schiphorst: es die Klubs, die Sie erwähnt haben, glaube ich, es ist in Manchester, würde ich sagen.
Mike Friedrichsen: Okay.
Mike Friedrichsen: Vielen Dank, Herr Schiphorst. Jetzt habe ich Sie auch noch ein bisschen gequält,
Mike Friedrichsen: aber Sie sehen, wir haben hier viele Fußballfans.
Mike Friedrichsen: Sie können jetzt nicht in diesen Raum schauen. Mir steht jemand gegenüber im
Mike Friedrichsen: Argentinien-Trikot, ein großer Messi-Fan und ich nenne ihn jetzt auch mittlerweile
Mike Friedrichsen: Messi, auch wenn er bei weitem nicht so gut Fußball spielen kann,
Mike Friedrichsen: aber daran kann man ja arbeiten.
Mike Friedrichsen: Es hat mir sehr viel Freude bereitet, mit Ihnen zu sprechen.
Mike Friedrichsen: Aber habe ich irgendetwas vergessen oder möchten Sie am Ende noch irgendein
Mike Friedrichsen: Statement loswerden, wo ich vielleicht Sie nicht gefragt habe oder wo Sie sagen,
Mike Friedrichsen: das ist Ihnen auch ein Bedürfnis?
Hendrik Schiphorst: Nein, vielen Dank. Wenn ich auch mal die Chance habe, zu Ihren Studierenden
Hendrik Schiphorst: zu sprechen oder Sie das als wertschöpfend erachten, dann lassen Sie mich das gerne wissen.
Hendrik Schiphorst: Mir hat das viel Spaß gemacht und vielen Dank, dass Sie die Initiative ergriffen haben.
Mike Friedrichsen: Ich bleibe an Ihnen dran, Herr Schipholz. Ich bin ja, wie Sie wissen,
Mike Friedrichsen: durch die Verbindung meines Sohnes
Mike Friedrichsen: in Hamburg und ich würde gerne dann den Kontakt halten oder aufnehmen.
Mike Friedrichsen: Es ist mir eine große Freude, weil ich glaube, dass Ihr Unternehmen auch ein
Mike Friedrichsen: Unternehmen ist, das für unsere Studierenden und für unsere Universität durchaus
Mike Friedrichsen: wertvoll ist und dass man da vielleicht auch mal in Ruhe überlegen muss,
Mike Friedrichsen: wo man Kombinationen findet. Dann Sport ist in der Gesellschaft wichtig.
Mike Friedrichsen: Auch die Kommerzialisierung, die Diskussion über die Kommerzialisierung ist wichtig.
Mike Friedrichsen: Und ich glaube, gerade im Fußball, und Sie sind ja Experte, wo man Tradition
Mike Friedrichsen: und Kommerzialisierung zusammenbringen muss, ist das eine Herausforderung.
Mike Friedrichsen: Und ich habe auch, dass wir vielleicht noch einen letzten Diskussionsansatz,
Mike Friedrichsen: da müssen wir aufhören, sonst wären wir nie fertig.
Mike Friedrichsen: Ich habe so überlegt, was wäre eigentlich gewesen, wenn Deutschland tatsächlich,
Mike Friedrichsen: sagen wir mal, bis ins Halbfinale gekommen wäre. Das wäre, glaube ich,
Mike Friedrichsen: für das Land ein Schub gewesen.
Mike Friedrichsen: Man hat so das Gefühl, alle sind so enttäuscht. Und vielleicht ist es ja gut
Mike Friedrichsen: für die Bundesliga. Das ist vielleicht jetzt die Frage, dass man jetzt sagt,
Mike Friedrichsen: okay, dann freue ich mich halt wieder auf die Bundesliga. Und dann wird das
Mike Friedrichsen: da vielleicht mehr Input bringen. Wie sehen Sie das gesellschaftlich?
Hendrik Schiphorst: Das hat zwei Komponenten. Ich glaube, gesellschaftlich hätte es gegen die momentane
Hendrik Schiphorst: Verdrossenheit etwas geholfen. Ich glaube, es hätte uns vielleicht auch in der
Hendrik Schiphorst: Politik ein bisschen geholfen. Wir neigen ja dazu,
Hendrik Schiphorst: manche Dinge etwas stärker zu problematisieren, als andere Länder das tun.
Hendrik Schiphorst: Da hätte es geholfen, was die sportliche Performance und die Relevanz für die
Hendrik Schiphorst: Bundesliga, da bin ich immer relativ klar.
Hendrik Schiphorst: Wenn Deutschland Weltmeister wird, ist das natürlich toll für den deutschen Fußball.
Hendrik Schiphorst: Genauso, wie Sie es eben beschrieben haben, wenn Deutschland früh ausscheidet,
Hendrik Schiphorst: freuen sich alle wieder, jetzt gibt es endlich wieder Bundesliga.
Hendrik Schiphorst: Da kann ich eigentlich keinen negativen Impact erkennen.
Hendrik Schiphorst: Aber für die Gesellschaft wäre es, glaube ich, ist es leider eine vertane Chance,
Hendrik Schiphorst: dass wir nicht weitergekommen sind im Turnier.
Mike Friedrichsen: So, das war From Campus to Cyber mit Hendrik Schiphorst von Sport5.
Mike Friedrichsen: Ihr habt gemerkt, das Thema hat zwei Menschen berührt, die auch emotional dem
Mike Friedrichsen: Fußball oder dem Sport nahestehen.
Mike Friedrichsen: Ich hoffe, es waren einige interessante Themen und Anregungen vorhanden.
Mike Friedrichsen: Sollte es Diskussionsbedarf geben, jederzeit eure Kontaktaufnahme via E-Mail.
Mike Friedrichsen: Sport5 ist, glaube ich, im Netz auch schnell zu finden. Sollte man zu Hendrik
Mike Friedrichsen: Schiphorst Kontakt aufnehmen wollen oder zu seinem Team, wird das sicherlich auch möglich sein.
Mike Friedrichsen: Vielen Dank fürs Zuhören. Alles Gute und auf bald. Bleibt alles sportlich und
Mike Friedrichsen: gesund. Vielen Dank, Herr Schiphorst.
Hendrik Schiphorst: Vielen Dank.
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